Tomate
Im Durchschnitt isst jeder Deutsche rund 22 kg Tomaten pro Jahr und das ist gesund. Die Tomate, eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse enthält viele Antioxidanzien und hat einen hohen Gehalt an Vitaminen.
Aus Mittel- und Südamerika kam sie zu uns die “Solanum lycopersicum” und wurde um 1900 auch in Deutschland als Lebensmittel bekannt. Zuvor wurde sie bereits überwiegend im Süden vor allem in Saucen, Suppen und Salaten verwendet. Im 17. und 18. Jahrhundert sah man die Tomate in Europa vor allem als Zierpflanze an, nur einige medizinische Anwendungen sind bekannt. Eine englische Übersetzung von Tournaforts Buch The Complete Herbal erwähnt jedoch 1719, dass die Früchte in Italien gegessen werden. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts bezeichnete die Encyclopædia Britannica den Einsatz von Tomaten in der Küche als „alltäglich“.
Inhaltsstoffe der Tomate
Hauptbestandteil der Tomate ist natürlich das Wasser (etwa 95 %), außerdem enthält sie Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe, besonders Kalium und Spurenelemente. Der rote Farbstoff ist Lycopin, ein Carotinoid, das die Abwehr stärken soll, da es antioxidativ wirkt und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken soll. Eine neuere, große Studie mit ca. 28.000 Probanden lässt jedoch vermuten, dass kein Zusammenhang zwischen Lycopin und Krebsrisiko besteht. Vielmehr zeigte sich, dass das verwandte Antioxidant β-Carotin das Risiko für eine aggressive Form des Prostatakrebses erhöht. β-Carotin steht unter dem Verdacht auch bei Rauchern in hohen Dosen krebserregend zu sein. Der Nährwertgehalt ist mit etwa 75 kJ pro 100 g relativ gering.
kcal   kJoule   Wasser   Fett   Kalium   Calcium   Magnesium   Vitamin C
17        73              94 g         0,2 g  242 mg   9 mg            14 mg                  25mg
Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen in Konservendosenware meistens höher liegt als bei frischer Ware. Industrietomaten werden fast immer dort konserviert, wo sich deren Produktion befindet. Solche Tomaten reifen deutlich besser aus, werden meistens noch am Erntetag verarbeitet und haben einen geringeren Wassergehalt als Frischware aus dem Ausland. Dieser Gewinn übertrifft die Verarbeitungsverluste.
Langzeitstudien der University of California belegten, dass der Gehalt an Antioxidantien in Tomaten aus ökologischer Landwirtschaft fast doppelt so hoch ist wie in konventionell erzeugten Lebensmitteln.
Die Lagerung der Früchte geschieht am besten bei 13 bis 18 °C und bei einer relativen Luftfeuchte von 80 bis 95 %. Im Gegensatz zu Blattgemüse ist die Tomate bis zu 14 Tage haltbar. Dabei verliert sie kaum wichtige Inhaltsstoffe. Fälschlicherweise bewahren viele Verbraucher, aber auch Gemüsehändler und Einzelhandelsketten Tomaten in Kühlräumen oder im Kühlschrank auf, wo sie deutlich an Geschmack, Textur und Haltbarkeit verlieren.
Tomaten sollte man, wenn möglich, immer getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern. Sie scheiden während der Lagerung Ethen aus, dass den Stoffwechsel benachbarter Früchte oder Gemüse beschleunigt, so dass diese nicht nur schneller reifen, sondern in der Folge auch schneller verderben
Tomaten die mit einer Salzlösung gegossen werden (12 Prozent Meerwasser) werden sind noch gesünder. Sie enthalten viel mehr Antioxidanzien als ihre Süßwasserkollegen. Allerdings bleiben die Tomaten kleiner, schmecken dafür aber aromatischer.



gestern zum ersten mal geerntet, meine tomaten aus dem garten sind ein traum … greetz